James Francis Gill: Political Prisoner - Twin Towers
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James Francis Gill: Political Prisoner - Twin Towers

James Francis Gill: Political Prisoner - Twin Towers

132 x 106  cm
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Political Prisoner - Twin Towers | Jahr 2016 | Edition 50 + 10 e.a. |
Siebdruck auf Büttenpapier | Vorderseite signiert | gerahmt |
Blattgröße: 104 x 78 cm | Rahmengröße: 132 x 105,5 x 3,5 cm |

Bewegung / Stil: Pop-Art

ODER
Werks-Nr.: JFG000011

Über das Kunstwerk

Der Siebdruck „Political Prisoner (zu dt. politische/r Gefangene/r) – Twin Towers“ zeigt eine gespiegelte amerikanische Flagge, neben der sich oben links die Twin Towers, die für das World Trade Center stehen, erstrecken. Über dem rechten Turm scheint eine schwarze Wolke zu schweben und es lodern Flammen aus dem linken Gebäude, was direkt an den 11. September 2001 erinnert – den Tag, an dem zwei der vier entführten Flugzeuge in das World Trade Center flogen und explodierten und ein Ausnahmezustand in den USA ausgerufen wurde.

Im Vordergrund ist eine blaue Form sichtbar, hinter der sich die Silhouette einer schwangeren Frau verbirgt. Dort, wo der Kopf der Frau sein sollte, zerfließen die Farben in einem roten Ton hin zum Flammeninferno der Twin Towers. Dem gegenüber lassen sich Zahnräder erkennen, das Räderwerk der Weltpolitik. Diese bildnerische Verschmelzung der schwangeren Frau mit dem Terroranschlag symbolisiert die Verbindung von neuem Leben und Tod in James Francis Gills Werk. Es regt aber auch gleichermaßen dazu an, über die Politik, in die wir hineingeboren werden, nachzudenken.

Ähnliche Werke, in denen sich der Künstler gezielt mit gesellschaftlichem und politischem Zeitgeschehen auseinandersetzte, hat James Francis Gill schon in den 60er Jahren geschaffen.

Kunstwerk Political Prisoner - Twin Towers im Interieur

  • Interieur
    James Francis Gill: Political Prisoner - Twin Towers
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    James Francis Gill: Political Prisoner - Twin Towers

Weitere Werke von James Francis Gill

Über James Francis Gill

James Francis Gill

James Francis Gill (geb. 1934 in Tahoka, Texas) ist ein US-amerikanischer Pop-Art-Künstler der ersten Stunde. Die Verschmelzung von Realismus und Abstraktion zeichnet seine Kunst aus. Ob Pop-Ikonen wie Marilyn Monroe, Grace Kelly, John Wayne oder Mickey Mouse, das Kultauto VW Beetle oder berühmte Musikstars, der Künstler setzt seine Motive gekonnt in verschiedenen Variationen in Szene. Seine bunten, grellen Werke sprühen in klassischer Pop Art-Manier voller Energie und Lebensfreude. Doch das war nicht immer der Fall...

In seinem Frühwerk der 60er und 70er Jahre setzte James Gill sich mit gesellschaftlichem und politischem Zeitgeschehen, wie etwa dem Vietnamkrieg, auseinander. Seine Werke waren düster und bedrückend in Stimmung und Farbton.

James Francis Gill wuchs in San Angelo, Texas auf. Seine Mutter entdeckte früh sein künstlerisches Talent und begann es zu fördern. Gill studierte von 1956 bis 1960 Architektur und arbeitete als Bauzeichner. Später schloss er ein Studium in Malerei an der Universität von Texas in Austin ab. Als er 1962 Texas verlies und nach Los Angeles, Kalifornien zog, begann für ihn die Laufbahn als Pop Artist. Bekannte Zeitschriften, wie das TIME Magazine beauftragen Gill mit der Gestaltung der Titelseiten. Er porträtierte zahlreiche Hollywood-Stars wie Tony Curtis und John Wayne. Doch seinen Durchbruch erlangte der Texaner als das Museum of Modern Art in New York sein Werk „Marilyn Triptych“ in dessen ständige Sammlung aufnahm. Dies ereignete sich kurz nach dem Tod von Marilyn Monroe im Jahre 1962.

Nach einigen Gastprofessuren war Gill zusammen mit anderen namenhaften Künstlern wie Andy Warhol, Jasper Johns, Roy Lichtenstein, Robert Indiana, Edward Hopper und Claes Oldenburg bei der 9. Biennale in Sao Paulo in Brasilien vertreten. Durch diese Ausstellung gelang ihm auch der internationale Durchbruch in der Kunstwelt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen, zog sich James Francis Gill jedoch für 30 Jahre aus der Kunstszene zurück. Er hat in der Zeit nie aufgehört zu malen, wollte aber seine künstlerische Arbeit ohne Zwänge der materiellen Welt weiterentwickeln.

Der Beginn seiner Wiederentdeckung lässt sich auf das Jahr 1997 zurückführen, als er zu einem Interview für das Kunstmagazin des Smithsonian American Art Museums eingeladen wurde. Schon bald erweckte er wieder die Aufmerksamkeit zahlreicher Galeristen und Kuratoren.

Nachdem 2005 seine erste Retrospektive in seiner Heimatstadt San Angelo im Museum of Fine Arts stattfand, begann für Gill eine späte kreative Phase. Er konzentriert sich nun im Gegensatz zu seiner frühen Schaffensphase auf Pop-Art-Ikonen und präsentiert sie in einer einzigartigen Kombination aus Abstraktion und Porträtmalerei. Mittlerweile legt er die Bildkomposition seiner Kunstwerke oftmals am Computer fest und arbeitet mit Montageeffekten, die er selbst als „Pop Surrealism“ oder „Metamag“ bezeichnet. Fotos sind auch hierbei die Grundlage seiner Kunstwerke geblieben.

Seine Werke wurden in Sammlungen bedeutender Museen aufgenommen, wie beispielsweise neben dem MoMA in New York, das Whitney Museum of American Art in New York, das San Angelo Museum of Fine Arts, San Angelo in Texas, das Art Institute of Chicago, Illinois, das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien und die Neue Galerie in Kassel.

James Francis Gill lebt und arbeitet in Texas, USA.

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